Aktuelles
Jahreshauptversammlug
Am Samstag 21.04.2012 um 19:30 Uhr findet unsere Jahreshauptversammlung im Vereinslokal Gasthof Stern Burgsinn statt.
Dieses Jahr stehen wieder Neuwahlen an und wir bitten unsere Mitglieder um zahlreiches Erscheinen.
Von Bauern, Kühen und Zigeunern
Vierstündiges Programm mit Sketchen, Schautänzen und Büttenreden unterhielt bei der ersten Sitzung der Session
Drei Sitzungspräsidenten führten durch die erste Prunksitzung der Session des Faschingsvereins Weiß/Blau Burgsinn im Vereinslokal Stern: Tanja Klübenspies, Judith Herget und Anne Schönmeier heizten die Stimmung immer wieder an.
Der 1988 gegründete Faschingsverein erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit, wenn auch bei der Premiere noch ein paar Plätze frei waren. Trotzdem bebte der Saal bei den zum Teil hervorragenden Darbietungen. 18 Punkte umfasste das Programm, das Peter Roth musikalisch wirkungsvoll begleitete.
Die kleine "Schwingbeingarde" tanzte sich sofort in die Herzen der Zuschauer, die Tänzerinnen sahen nicht nur entzückend aus, die Sechs- bis Achtjährigen warfen ihre Beinchen schon wie die Alten. Sie erhielten für ihren Auftritt die erste Rakete. Sitzungspräsidentin Tanja forderte das Saalpublikum auf: „Erst trampele, dann "bätsch" und dann volle Kanne ausflippen.“ Da wurde die Zugabe noch einmal so flott getanzt. Das schicke Outfit entwarf, wie seit der Vereinsgründung, Gerlinde Janz, sie hatte für alle Tanzeinlagen flotte Kostüme geschneidert.
Mit dem Sketch über ein geliehenes Auto glänzte der Nachwuchs in der Bütt. Emma Baumeister als Pappe (Papa) und Kira Dittmeier als Fahranfängerin erfreuten das Publikum. „We will rock you“ versprachen die Bobbeswackler, die zweite Minigarde, die ebenfalls seit Monaten für diesen Abend emsig trainiert hatte. „Das war cool“, lobte eine der kleinen Tänzerinnen das Publikum, das die zweite Rakete des Abends losgelassen hatte.
Eine besondere Kuh unter den Burgsinner Rindern stellt die sexy Kuh Anne-Lotte dar: Eine Rarität und eine ganz scharfe Nummer, wie sie in der Bütt verkündete. Moni Herget überzeugte in ihrer Rolle als Kuh, die eine Laune der Natur ist. Die nächste Nachwuchsgarde, die Stoppelhopser, eroberte als süße Sachen mit Candyworld das Publikum.
Als Pinocchio bezauberte Tanzmariechen Alina Hausmann. Ins Märchenreich führte ein Sketch mit einer ungewohnten Fassung von Schneewittchen, die vier Männer aufführten. Vor einem großen Spiegel gifteten sich jeweils zwei gleich gekleidete Stiefmütter und zwei Schneewittchen an. Wobei das Spiegelbild schweigen musste, was sichtlich schwerfiel.
Besonders flott war die Mittlere "Garde Weiß-Blau" unterwegs: 15 Junggardistinnen ließen hoffen, dass der Gardetanz weiter in Burgsinn an die Erfolge der Vorjahre anschließen kann. Der Markt Burgsinn plant ein Altenheim – oder doch nicht? Das ständige Hin und Her verunsichert die Bürger, und als dann noch die Gesundheitsreform die Sache in die Hand nahm, stellte sich heraus, dass wirklich niemand in das Haus ziehen möchte. Zum Beispiel wurden die Alten im Sekundentakt mit einer Trillerpfeife und eklatanten Sparmaßnahmen bettfertig gemacht.
Jochen König als Bauer, der eine Frau sucht, zeigte sich bauernschlau und mutig. Die Mittlere Showtanzgruppe trat als Zigeuner auf. Mit rassigem Tanz und enormem Hüftschwung überzeugten die Tänzerinnen das Publikum und forderten zum Nachmachen auf.
Einer der Höhepunkte des vier Stunden dauernden Programms waren erwartungsgemäß die Rhönkosaken, die diesmal als Schulbuben auftraten. Musikalisch und inhaltlich ein Hochgenuss. Denn jeder der sieben Sänger um Bruno Fridrich, brillierte als singender Komiker und groovte schräg bei Alle meine Entchen und Ein Jäger aus Kurpfalz, sodass kaum ein Auge trocken blieb.
Als sparsam bekleidete Brasilianerinnen zeigten die Akteure des Männerballetts, dass sie körperlich und musikalisch topfit sind. Von einem Aufenthalt auf einer Alm mit Plumpsklosett und Kuhabtreiben auf der sie „umesunst“ den Sommer verbrachten, erzählten Zenzi und Vroni. Den farbenprächtigen Schlusspunkt setzte die große Showtanzgarde unter dem Motto Liebe. Das Auf und Ab, die Höhen und Tiefen dieser elementaren Empfindung illustrierten die zehn Tänzerinnen und ein Tänzer gekonnt und mit viel Gefühl: Ein echter Glanzpunkt zum Abschluss der Prunksitzung, die mehr Publikum verdient hätte.
Egon Schmitt, Präsident der Europäischen Narren, lobte die zahlreichen Aktiven und ehrte Gründungsmitglied Anette Herget und Michael Müller für ihre Verdienste für den Faschingsverein Weiß/Blau.